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2011
Der Wolf und die kleinen Geißlein
Nachtnomaden
Ein überaus ereignisreiches Jahr für den Sturmvogel mit gleich zwei neuen Premieren: „Der Wolf und die kleinen Geißlein“ nach dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm hat im April Premiere, ein Kinder-Musiktheater mit Schauspielern und Figuren, das bei den Kids richtig gut ankommt. Und alle können mitmachen und sogar auch mitsingen.
Im September dann unser erstes reines Musikprojekt „Nachtnomaden“ Urban Chansons vom Feinsten in der „Bar der verlorenen Seelen“ präsentieren einen Cross-Over von Blues bis Pop, von Liedermacher bis Soul. 15 neue eigene Songs mit Klavier- Und Cajonbegleitung sind entstanden, und damit werden wir unsere Musiksparte weiter ausbauen. Und die anderen Stücke sind weiter erfolgreich im Spielplan.
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2010
Singin’ Al Capone
Gegen Al Capone, den berühmtesten amerikanischen Gangster und Begründer der organisierten Kriminalität, sind die heutigen Zumwinkels, Funkes und Madoffs fast schon Amateure- denn wie sagte schon Brecht: was ist schon das Ausrauben einer Bank gegen die Gründung einer Bank! Capone war ein Meister seines Fachs: Er brachte ganz Chicago unter seine Kontrolle, versorgte halb Amerika mit Whisky, machte riesige Profite, kämpfte mit Elliot Ness und die Öffentlichkeit liebte ihn.Mit Hut auf dem Kopf und dicker Zigarre im Mund erzählt und spielt die Schauspielerin und Sängerin Sandra Jankowski spannende Stories aus Capones Leben- über Schmuggelschnaps und Pokergelage, über attraktive Gangsterbräute und über die Abgründe der Mafia (Parallelen zu heute sind ausdrücklich erwünscht!). Und dann beginnt sie zu singen... mit warmer, weicher und doch kräftiger Stimme betört sie ihr Publikum mit wunderbaren Jazz-Songs. Ihr versierter Partner am Piano ist Herwig Rutt, der als Gangster-Pianist Sam immer wieder knallhart in die Geschichten eingreift...
Das von uns mibegründete Kulturzentrum franz. K in Reutlingen hat ein fulminantes zweites Jahr: 290 Veranstaltungen mit 45.000 Besuchern sind eine stolze Bilanz.
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2009
10 Jahre Sturmvogel-
Im Januar startet unsere neue Kindertheaterreihe im franz.K- Überhaupt läuft das neue Zentrum sehr positiv an und wird von der Bevölkerung hervorragend angenommen.
Wir selbst sind pausenlos mit unseren mittlerweile 11 verschiedenen Produktionen auf Tour- eine echte Herausforderung, immer das richtige Bühnenbild einzuladen und den richtigen Text zu lernen.
Wir hätten es vor lauter Wirbel fast übersehen: dieses Jahr feiert das Theater Sturmvogel schon sein 10-jähriges Bestehen, und hat sich von einem Küken zu einem stattlichen Adler gemausert!
Es ist der 200. Geburtstag von E.A.Poe, und so freuen wir uns sehr, mit vielen Aufführungen dazu beizutragen, diesen tollen Autor wieder in Erinnerung zu rufen. Unsere Comedy und das Musiktheater wachsen und gedeihen, und auch die Kinder sind nach wie vor begeistert bei der Sache- da kann man nur sagen: auf die nächsten zehn Jahre!
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2008
Ein knackiges Jahr!
Das absolute Highlight im Dezember: In Reutlingen eröffnet das neue Kulturzentrum franz.K- dafür haben wir gemeinsam mit anderen Reutlinger Kulturinitiativen über 5 Jahre gekämpft, und wir freuen uns riesig, jetzt in Reutlingen regelmäßig mit unseren Stücken präsent zu sein!
Kurz zuvor hat unser neues Musik-Comedy-Theater Premiere: "Frauen an die Macht!" Viele sagen: das ist doch schon so...Comedy zu spielen, macht Riesenspass, die starken Publikumsreaktionen wirken wie ein Adrenalin-Turbo auf der Bühne.
Im April war unser Benefiz „Ein Engel für Afrika“, das im Spitalhofsaal Reutlingen stattfand, ein voller Erfolg. So vermelden es die Organisatoren, das Theater Sturmvogel und Soroptimist Reutlingen. Da alle beteiligten Künstler umsonst auftraten, wurden an dem Abend insgesamt 3.000 Euro aus Theaterkasse, Getränkeverkauf und Spenden eingenommen. Und wir waren mehr als ausverkauft, hätten sogar noch mehr Karten verkaufen können- Danke an alle! Das Geld ging in vollem Umfang an "Shangilia" in Kenia, und wurde dort für Musikinstrumente zum Aufbau einer Band für Straßenkinder eingesetzt.
Und last not least: In einer szenischen Lesung für die Stadtbücherei Pfullingen dramatisieren wir Daniel Glattauers e-mail- Roman "Gut Gegen Nordwind" und tauchen ein in die Welt der Internet- email- online-chats.
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2007
Gangster-Love!
Schon lange gilt Sandras Leidenschaft dem Gesang, und jetzt ist endlich Gelegenheit, die in ihrer Gesangsausbildung bei Astrid Bernius und Fola Dada erworbenen Fähigkeiten praktisch umzusetzen.
Dabei wird sie auf dem Piano verbrecherisch gut begleitet von Stephan Pitsch bzw. Herwig Rutt. Gangster Love, eine Liebesgeschichte mit Herzschmerz und kugelhagel bietet, was das Gangster-Genre will: abgehackte Beine, Knarren, Whisky- und wunderschöne Songs von Sinatra bis Johnny Cash. Frank Klaffke hat ihr sie mit viel schwarzem Humor auf den Leib geschrieben, und sie schlägt beim Publikum prima ein, eine echte Ermutigung in diese Richtung weiterzuarbeiten.
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2006
Edgar Allan Poe-
Unsere erfolgreiche Premiere "Edgar Allan Poe- Über dem Abgrund..." wird noch getoppt vom Beschluss des Reutlinger Gemeinderats, für das von uns mitinitiierte Kulturzentrum im Foyer U3 in Reutlingen 2,25 Mio Euro für den Umbau und 185 000 Euro jährlich für den laufenden Betrieb bereitzustellen- der vierjährige Kampf hat sich gelohnt, und wir freuen uns schon auf viele schöne Auftritte im neuen Zentrum!
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2005
Kätzchen Schnute-
"Schnute, die kleine Jammerkatze", unser Kindertheater mit reichlich Zauberei, feiert Premiere als Benefiz in und für die Reutlinger Stadtbibliothek. Da hat Frank Klaffke als Zauberer Pipifax endlich die Möglichkeit, seine Zauberleidenschaft aus Kinderzeiten, die damals in Auftritten vor der ganzen Verwandtschaft gipfelte, fortzusetzen. Und die Kinder zaubern fröhlich mit und lernen so nebenbei ganz spielerisch den einen oder anderen Zaubertrick.
Sandra Jankowski als gefräßige kleine Katze wird während der Aufführung immer dicker und dicker, und sie braucht unbedingt die Hilfe der Kinder, um schnell abzunehmen. "Sport machen!"- "Apfel essen!"- "Fett absaugen!"- Die Kinder haben da die kreativsten Ideen!
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2004
Die Geister und James Blond sind los!
Im Januar veranstalten wir gemeinsam mit anderen Reutlinger Kulturinitiativen das "Schad Nix"-Festival und spielen "Mini Mutig" um mit der Einrichtung eines Zentrums für freie Kultur frischen Wind ins Kulturleben zu bringen. Mehr als 1500 Zuschauer besuchen das Festival. Und wir lassen auch sonst nicht locker unsd suchen das Gespräch mit den Entscheidungsträgern, denn wir sind überzeugt: Reutlingen braucht ein neues Kulturzentrum!
Im Juni stösst unser verrücktes Straßentheater "Die James Blond Show" beim Reutlinger Publikum auf größeres Erstaunen. So etwas hat Reutlingen noch nicht gesehen- In Berlin und München machen James Blond und Miß Monneypenny Straßen und Plätze unsicher- Ein Riesenspass!
Unser Weihnachtstheater "Die Geister sind los" nach der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens hat Premiere und erlebt allein im Dezember 32 Aufführungen, so dass die Schauspieler am Ende vermelden können, dass kaum jemand in Deutschland so oft wie sie Weihnachten gefeiert hat (außer vielleicht der Weihnachtsmann selbst).
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2003
Piraten Ahoi!
Der Sturmvogel wächst und gedeiht, und so entschließt sich Frank Klaffke, voll einzusteigen. Zu zweit macht das Spielen und Touren gleich mehr als doppelt soviel Spass. Der große Traum der beiden Sturmvögel ist ein eigenes kleines Theater in Frankreich an der Atlantikküste...doch dann weht es uns doch wieder zurück nach Deutschland. Doch die Station am Meer trägt Früchte: Salzwasser, Wellen und Sturm inspirieren uns zu unserem neuen Stück.
Wir stechen mit "Mini Mutig und das Meer", unserem interaktiven Piratentheater, in See. Mini Mutig besiegt den Schleierfisch, den Wassermann und den schwarzen Admiral und beweist, dass auch Kinder richtig mutig sind. Die Kinder machen riesig mit, und so werden auch sie richtig mutige Piraten! Und auch die Erwachsenen haben ihren Spass, denn die Kommentare der kleinen und großen Zuschauer werden von den Schauspielern aufgenommen und direkt ins Stück eingebaut.
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2002
Die ersten Tour-Höhepunkte...
Jetzt wartet der harte Tour Alltag auf Sandra Jankowski. In Ihrem etwas klapprigen alten Bus, den sie günstig von der Post erstanden hat, reist sie mit ihrem Hund Micky von Auftrittsort zu Auftrittsort. Hinfahren, Bühnenbild und Technik auf die Bühne tragen, Aufbauen, den Veranstalter begrüßen, den Techniker einweisen. Dann sich umziehen, einsprechen, schminken. Dann der Höhepunkt und die Belohnung: das Spielen selbst. Danach Zuschauergespräche, Abbauen, Einladen, Abfahrt.
Und das bei Wind und Wetter- und du weißt nie, welche Bühnenverhältnisse dich erwarten, das kann schon ganz schön schlauchen. Aber mit der frischen Energie einer Freien Theatermacherin meistert Sandra jede Herausforderung.
Auch auf der Kulturbörse in Freiburg ist sie das erste Mal zu Gast, im Bild die fröhliche Theatermacherin in ihrem selbstgebauten Messestand. Man ist eben nicht nur Schauspielerin, sondern auch Produzentin und Verkäuferin des eigenen Stücks. Das ist ja das Schöne an diesem Beruf: Man darf alles selbst machen.
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2001
Kindertheater zum Mitmachen!
Die erste Kindertheaterpremiere des Sturmvogel ist "Der kleine Rabe Theobald" in der Stadtbibliothek Reutlingen. Die Instrumente aus allen Kontinenten lassen die Kinder mitmachen, bis die Hütte wackelt. Sandra Jankowski spielt unter der Regie von Frank Klaffke alle Rollen: den kleinen Raben mit den großen Ohren, Professor Fuzzi und den netten Drachen Fürchterlix. Und am Ende dürfen dann alle Kinder noch auf die Bühne und alle Klanginstrumente selbst ausprobieren: Regenrohr, Didgeridoo, Gewitter, und sogar das Meer.
Kindertheater macht uns sehr viel Spass, denn die Reaktionen der kleinen Zuschauer sind immer sehr direkt und unmittelbar, und man bekommt als Schauspieler sofort Rückmeldung, ob etwas funktioniert und begeistert. Erwachsene freuen sich doch oft gern lieber "nach innen".
So sind wird fest entschlossen, das Kindertheater zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit zu machen.
Und die oft strahlenden Augen der kleinen Zuschauer sind die größte Belohnung für die Anstrengung. Das durfte der kleine Rabe Theobald bisher schon in mehr als 150 Auffführungen mit ca. 15.000 Zuschauern erfahren.
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2000
Ein vielseitiges Jahr-
Im Dezember machen Sandra Jankowski und Iska Müller mit Ihrem Kinder-Straßentheater "Bär und Tiger feiern Weihnachten" die Fußgängerzone zum Theater.
Anläßlich der Ausstellung "Die Würde des Menschen" von Amnesty International zum Thema Folter entsteht gemeinsam mit Iska Müller die Szenenfolge "Einen für Unterwegs" nach Harold Pinter. Ein faszinierendes Theaterstück des englischen Literatur-Nobelpreisträgers gegen die Folter. Es thematisiert die Angst vor der Rechtlosigkeit der Menschen in den Diktaturen, in denen Folter zur Untersuchungsroutine gehört.
Der "Sturmvogel" spielt die Szenenfolge zur Ausstellungseröffnung und als Straßenaktion, bei der die Passanten unmittelbar mit einer Foltersituation konfrontiert werden.
Es folgt ein Gastspiel beim Internationalen Zentrum für Folteropfer in Ulm.
Im Herbst wird "Ein Engel in Berlin", der fleißig durch Süddeutschland fliegt, für den Stuttgarter Theaterpreis 2000 nominiert.
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1999
Theater Sturmvogel- Ein furioser Start...
Nach Schauspielausbildung in Berlin und Engagements in Berlin und am Reutlinger Theater "Die Tonne" gründet Sandra Jankowski das "Theater Sturmvogel".
Die erste Premiere- Das Ein-Frau-Stück "Ein Engel in Berlin" in der Kleinkunstbühne "Rappen"- wird ein voller Erfolg, Presse und Publikum sind begeistert. Text und Regie sind von Frank Klaffke, der ein exemplarisches Frauenschicksal aus dem Berlin der 20er Jahre zu einem furiosen Theaterabend verarbeitet hat.
Der Name "Sturmvogel" ist Programm: stürmische Schaffensfreude und die Neugier auf Menschen, Geschichten und Träume, gepaart mit fliegender Leichtigkeit der Ausdrucksmittel durch Improvisation und Humor. Ein Sturmvogel ist frei und fliegt auch dann übers Meer, wenn das Wetter mal etwas ungemütlich ist.
Der Name entstammt ursprünglich einem Gedicht von Maxim Gorki, ein Auszug:
Der Pinguin, der dumme Fettwanst
Feige klebt er an der Felswand.
Nur der stolze Vogel Sturmverkünder
Schwebt frei überm grauen Schaum des Meeres.
In Reutlingen wird die Gründung des neuen Theaters mit großer Aufmerksamkeit und Sympathie verfolgt, und Sandra Jankowski wird zum Jahresende 1999 vom Reutlinger Generalanzeiger unter die "Köpfe des Jahres" gewählt.
Jetzt also startet der "Sturmvogel" seine Reise über die Bühnen der Republik...


















