"Es braucht nicht viel, um gutes Theater zu machen: einen Stuhl, ein Sofa, eine Lampe und etwas Technik um einen leidenschaftlichen Roman zum spannenden Stück für die Bühne zu machen. Vorausgesetzt man versteht die Schauspielkunst. Und darin scheinen Sandra Jankowski & Frank Klaffke Meister zu sein. Sie haben am Samstag die Gäste im Kulturschuppen am Gleis 1 begeistert und ernteten großen Applaus.
Dem 150. Geburtstag des Autoren huldigten die beiden Künstler und zeigten in „Gefährliche Leidenschaften“ eine eigenwillige Umsetzung seiner Traumnovelle. Spannend verpackt haben sie die Welt der Gefühle um Liebe und Begehren und meisterlich in Szene gesetzt, ohne die Realität aus dem Auge zu verlieren. Da war das Ehepaar, das nach durchzechter Ballnacht im alten Wien, zuhause aufs schreiende Baby stieß, was schnell zur Ernüchterung führte und einen Reigen eröffnete, um Eifersucht und Lust, um Treue und Gier. Treue hatte man sich geschworen und wollte alles miteinander teilen. Auch die Gefühle. Diese aber verirrten sich im Stück auf ungeahnte, ungewollte Wege, auf denen es sich zu entscheiden galt.
Mit voller Leidenschaft haben es die beiden Schauspieler geschafft, die Gäste mitfühlen zu lassen. Sie haben sie in Verwirrung gebracht, auf der Suche nach Schein und Wirklichkeit. Dafür hat Sandra Jankowski alle Register gezogen und sich als wahre Verwandlungskünstlerin erwiesen, die jede Rolle spielte, als wäre sie allein für sie geschaffen: die Ehefrau, die sich in eine Traumwelt flüchtete, die kecke Mizzie, die ihr Geld mit Männern verdiente, den Studienkollegen Nachtigall mit langem Bart und schließlich die lüsterne Gräfin, die alle Hüllen fallen ließ...".
Schwäbische Zeitung
"...Was in der Eingangsszene noch betulich wirkt - der Wiener Arzt Fridolin und seine Frau Albertine berichten sich gegenseitig nach einer champagnerseligen Ballnacht von gedanklichen Seitensprüngen im zurückliegenden Dänemark-Urlaub -, entwickelt sich in 90 Minuten zum spannungsvollen Psychodrama. In den auf das Gespräch folgenden Nachterlebnissen erfüllen sich in gewisser Weise ihrer beider Versuchungen. Während er sich in einer orgiastischen Realität wiederfindet, durchlebt sie einen realitätsnahen Traum voll ungehemmter Lust, Untreue, Folter und Verrat. Beiden macht das plötzliche Ausbrechen ihrer Obsessionen Angst und scheint ihnen gleichzeitig auch einen Kick zu geben.... Das meiste spielt sich im Kopf ab, wenngleich - bei Sandra Jankowski - zwar nicht die Masken, so doch die Hüllen fallen. Ein besonderer Reiz ergibt sich daraus, dass sich das Darstellerpaar in unterschiedlichen Figurenkonstellationen gegenübertritt....Stimmig wirken auch die eingestreuten Erzählerpassagen, in denen die Darsteller im Wechsel Schnitzlers Betrachtungen wiedergeben. Dabei ist stets zu spüren, dass hier Theaterprofis am Werk sind..."
Reutlinger General Anzeiger

und das sagen unsere Veranstalter...

"Liebe Frau Jankowski, lieber Herr Klaffke,
ich möchte mich noch einmal herzlich bedanken für den herrlichen Abend mit den "Gefährlichen Leidenschaften". Ihre schauspielerische Leistung hat uns sehr überzeugt, die Presse hat auch sehr positiv berichtet."
Theo Thesing Literaturkreis Meckenbeuren